27-29 juin : "Endangered" Scholars and "Rescue" Policies. Recent Research and Future Prospects

05/06/2018

Die Aufnahme von „gefährdeten Wissenschaftlern oder Akademikern“ (gefährdete Forschende, Endangered Scholars, Academics at risk,…) war und ist im 20. und 21. Jahrhundert Gegenstand diverser Initiativen, die mal Menschen vor Verfolgung schützen oder gegen autoritäre Regime vorgehen wollten, mal durch die Wissenschaft den Weg zum Frieden ebnen oder allgemeiner die intellektuelle Freiheit verteidigen. Hier kommen zwischenmenschliche und politische Solidarität mit einem Interesse am wissenschaftlichen Beitrag derer zusammen, denen es in ihrem Herkunftsland unmöglich ist, ihrer Forschung nachzugehen.

Die Folter und Exekution der Archäologen in Syrien in 2015, und darauffolgend das Ausmaß der Repression gegenüber den Universitäten in der Türkei, haben der Frage nach gefährdeten Wissenschaftlern eine neue Aufmerksamkeit zuteil kommen lassen. Und dies in einem Kontext, in welchem Migration seitens der europäischen Regierungen und der EU nunmehr als „Problem“ benannt wird.

Unser Ziel ist es Analysekategorien und Methoden zu durchleuchten, um – langfristig, historisch, vergleichend und aus pluridisziplinärer Perspektive (Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften) – einerseits die Besonderheiten migratorischer Werdegänge zu verstehen, und andererseits die Ausgestaltung institutionalisierter Aufnahmeprozesse herauszuarbeiten. Dieser Workshop soll einen ersten Überblick über laufende Arbeiten und die Umsetzungsmöglichkeiten solcher Forschungen geben.

Veranstaltungssprachen sind Französisch, Englisch und Deutsch.

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